Gliederbandförderer

Modulband- und Gliederbandförderer von AHF fördern Stückgut wie Dosen, Kartonagen, Kisten, Paletten, Reifen und Warenträger. In den Serien M25 und M50 projektieren wir Nutzbreite, Bandtyp und Antrieb passend zu Ihrem Layout.

  • Traglast: Serien M25/M50 — Gesamtbelastung je nach Auslegung bis 1,2 bzw. 3 t
  • Material: Bandmodule PP oder POM — schonende Förderung empfindlichen Stückguts
  • Reparaturfreundlich: Einzelmodule tauschbar — schnelle Wartung ohne Komplettdemontage
  • Seitliches Abschieben: Seitliche Führungen — seitenkräfteverträglich im Betrieb
  • Robuste Bauweise: Stahlrahmen und Band für hohe Belastung — Auslegung bis 3 t (M50)

Technische Kennwerte und Abmessungen finden Sie weiter unten unter Technische Daten; für ein Angebot oder eine CAD-Zeichnung nutzen Sie die Schaltflächen rechts oder das Kontaktformular.

 

AHF Fördertechnik

Unter dem Dorf 1-3
DE 36110 Schlitz / Hartershausen

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Technische Daten, Abmessungen und Konstruktion

Technische Daten für ) Standard-Gliederbandförderer. Individuelle Abmessungen je nach Anwendungsfall auf Anfrage!

Serie     M25 M50  
Modul-Teilung Tlg   25,4 50,8  
Gesamtbelastung   pro Förderer 1.200 3.000  
    pro Meter 300 500  
           
Nutzbreite* NB min. 150 150  
    max. 1.700 (6.000) 1.700 (6.000) (Sonderbau, gegen Aufpreis)
Gesamtbreite GB mit Schraubenköpfen NB+25 NB+27  
    ohne Schraubenköpfe NB+11 NB+13  
Länge* L min. 300 400  
    max. 6.000 (18.000) 6.000 (18.000) Einteilig bis 6m, mehrteilig bis 18m
(sofern es die Belastung zulässt)
Bauhöhe BH min. bei Motorlage seitlich* 160 160  
    min. bei Motorlage unterhalb* 360 360  
           
Fördergeschwindigkeit   max. m/Min. 30 30  
           
Seitenprofile     t= 3 t= 4  
Blechabtragung     t= 2 t= 3  
           
Umlenkdurchmesser TK Standard* 98,6 (12Z.) 133,4 (8Z.)  
    min. 59,4 102,1  
    max. 163 261,5  
Polygoneffekt     1,7   bei Standard-Umlenkdurchmesser
Tragrollenrohr (unterdrum)     60x2 60x2 ab 12m/Min. mit PVC-Überzug
           
Mittenlagerung   ab Nutzbreite 1.200 1.200  

*) Wir verwenden Standardwerte. Spezialanfertigungen sind auf Anfrage erhältlich.
**) Die Werte variieren je nach dem verwendeten Bandmaterial.

Maßeinheiten: Wenn nichts anderes angegeben ist, verwenden wir Millimeter (mm) für Längen, Kilogramm (kg) für Gewichte und Meter pro Minute (m/min.) für Geschwindigkeiten.

Optionale Erweiterungen

Je nach Anwendungsfall kann der Gliederbandförderer mit verschiedenen Optionen gefertigt werden. Die Erweiterungen sind am Förderer (Motorlagen, Antrieb, Seitenführung) und am Modulband (Gummi-Module, Mitnehmer, Seitenplatten, Niederhalter) gegliedert — so bleibt der Zusammenhang der jeweiligen Bausteine erhalten.

Häufige Fragen und Hinweise finden Sie am Ende dieses Abschnitts in voller Breite.

Motorlagen

Die Lage des Antriebes ist Standard seitlich als Kopfantrieb angeordnet. Im Bedarfsfall kann der Motor auch unterhalb angeordnet werden. Die Antriebswelle wird dann mit Rollenketten angetrieben. Geräte mit reversibler Förderrichtung werden in der Regel mit einem mittig angeordneten Omega-Antrieb gebaut.

Optionen am Förderer

Am Förderer lassen sich unter anderem C-Schienen (z. B. für Sensorik) und Seitenführungen einplanen und integrieren — passend zum Einbau vor Ort.

Gummi-Module

Gummi-Module können nach Wunsch und Teilung in Länge und Breite variiert oder vollflächig kombiniert werden.

Modullängen sind bei M25 100mm und bei M50 150mm

Mitnehmer

Mitnehmer-Module in verschiedenen Höhen quer auf dem Band.

Material Typ Modullänge Höhe
POM M25 100 mm 25 mm
      50 mm
      100 mm
  M50 150 mm 25 mm
      50 mm
      100 mm

Seitenplatten

Seitliche Schuppen-Platten in verschiedenen Höhen.

Typ Höhe
M25 25 mm
  50 mm

Niederhalter

Auf der Unterseite des Bandes herausragende T-Stücke, die das Band in einer Führung nach unten halten.

Bei L- und Z- Ausführungen von Bändern kommen Niederhalter ab bestimmten Nutzbreiten zum Einsatz.

Häufige Fragen und Hinweise

Seitenplatten Mitnehmermodule Gelenkstäbe

Seitenplatten und Mitnehmer-Module sind optionale Bestandteile eine Modulbandes.

Gelenkstäbe halten die einzelnen Modulreihen eines Gliederbandes zusammen. Durch das Herausziehen ist ein schneller Austausch einzelner Module möglich, z.B. bei einem Defekt oder zum Austausch gegen Gummimodule oder ähnlichem.


Können Gliederbandförderer seitliche Kräfte aufnehmen?

Ja, aufgrund der seitlichen Führung des Modulbandes können Gliederbandförderer seitliche Kräfte in bestimmtem Maße aufnehmen.

Kann man Module einzeln auswechseln?

Module eines Gliederbandes können durch das Herausziehen der beiden Gelenkstäbe unproblematisch ausgetauscht werden.

Gelenkstab Gliederband


1. Zusammenführen der Bandabschnitte


2. Stab einsetzen


3. Leicht einschlagen

Der Stick-Slip Effekt bei Gliederbandförderern

Der Slip-Tick-Effekt bei Gliederbandförderer entsteht, wenn die Haftreibung grösser ist als die Gleitreibung. Bei Förderern ist das insbesondere der Fall, wenn schwere Produkte sehr langsam gefördert werden.

Bei Modulbändern wird der Effekt verstärkt, da diese in sich einen großen Toleranzbereich haben, d.h. das Band bleibt evtl. bei plötzlicher Belastung stehen, da die Toleranzen in den Gelenken herausgezogen werden, bevor das Band durch den Antrieb wieder gezogen wird.

Durch das plötzlich Anziehen wird das Produkt und Band kurz etwas schneller und bleibt dann wieder stehen. Dieser Effekt bleibt dann solange bis diese Schwingung abgebaut ist.

Zur Vermeidung hilft auf jeden Fall eine Vorspannung auf dem Band, so dass der Toleranzbereich verkleinert wird sowie die richtige Reibpaarung zwischen Band und Auflage.

Hilfe, mein Gliederbandförderer quitscht!

Ursachenanalyse und Behebung von Quietschen bei Gliederbandförderern

Ein Gliederbandförderer kann unter bestimmten Betriebsbedingungen ein Quietschen verursachen. Dies kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden, wie z. B. unzureichende Schmierung, falsche Bandspannung oder eine Überlastung des Systems. Eine gezielte Analyse der Störquelle sowie geeignete Gegenmaßnahmen sind erforderlich, um eine reibungslose und geräuscharme Funktion des Förderers sicherzustellen.

Lokalisierung des Quietschgeräuschs

Das genaue Herkunftsgebiet des Quietschgeräuschs sollte bestimmt werden. Mögliche Quellen sind:

  • Das Modulband selbst
  • Die seitliche Führung, insbesondere bei Kurvenbändern
  • Die Zahnräder an der Antriebs- und Umlenkseite

Schmierung des Modulbandes

Normalerweise benötigt ein Modulband keine Schmierung. Sollte jedoch ein übermäßiges Quietschen auftreten, kann in Ausnahmefällen Teflon-Spray als Schmiermittel eingesetzt werden, um die Reibung zu minimieren.

Prüfung der Bandspannung

Je nach Bauart des Förderers ist die Bandspannung zu kontrollieren. Eine zu hohe Spannung kann zu erhöhter Reibung und damit zu Quietschen führen.

Zudem sollte geprüft werden, ob sich Fremdkörper oder Bauteile des Förderers verhakt oder verklemmt haben, da auch dies zu unerwünschten Geräuschen und Funktionsstörungen führen kann.

Kontrolle der Bandbelastung und Geschwindigkeit

Ein weiterer Faktor kann eine Überlastung oder eine zu hohe Betriebsgeschwindigkeit sein. Zu prüfen ist:

  • Wurde die maximal zulässige Nutzlast des Gliederbands überschritten?
  • Wird das Band mit einer höheren Geschwindigkeit betrieben als vorgesehen?

Durch systematische Analyse und gezielte Optimierung der Betriebsparameter lassen sich unerwünschte Geräusche minimieren und ein effizienter sowie wartungsarmer Betrieb des Gliederbandförderers sicherstellen.

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